Rückblick auf die Vortragsreihe

im Wintersemester 2018

 

Kein Komponist ist näher an Gott als Schubert.

(Artur Schnabel)

 

Franz Schubert

und die musikalische Romantik

Lieder sang ich nun lange, lange Jahre.

Wollte ich Liebe singen, ward sie mir zum Schmerz.

Wollte  ich wieder Schmerz nur singen,

ward er mir zur Liebe.

So zertheilte mich die Liebe und der Schmerz.

 

Franz Schubert (1797 - 1828) war der erste bedeutende Komponist der Romantik. 1822 schrieb er unter dem Titel „Mein Traum“ eine autobiographische  Erzählung, aus der das vorstehende Zitat stammt. Es deutet an, wie sehr sich in Schuberts Musik die Vielschichtigkeit seiner Persönlichkeit und seine seelische Zerrissenheit niederschlagen, vor allem in seinen Liedern und in seinen späten Instrumentalwerken. Schubert lebte in Wien, umgeben von einem kleinen Freundeskreis, im Schatten Beethovens. Seine Genialität wurde erst nach seinem tragisch frühen Tod erkannt. Das Unverwechselbare an Schuberts Musik ist ihr gebrochener Klangcharakter, ihr ambivalenter „Ton“, der zwischen Melancholie und Glück, zwischen volkstümlicher Ländler-Seligkeit und Todesangst changiert.

 

BEETHOVEN

Rückblick auf die Vortragsreihe

im Wintersemester 2017

 

Ludwig van Beethoven

 

Von Herzen – möge es wieder zu Herzen gehen

 

„Für solche Schweine spiele ich nicht!“ rief der junge Beethoven einmal seinem adligen Publikum zu, als dieses während eines seiner Klaviervorträge Karten spielte. Beethoven war der erste „moderne“ Komponist des bürgerlichen Zeitalters nach der französischen Revolution. Für ihn war es undenkbar, höfische Unterhaltungsmusik zu spielen oder zu komponieren. Beethoven schuf  Musikwerke, die seine von hohem Ethos geprägte Weltanschauung zum Ausdruck brachten. Eine Weltanschauung, die vom Glauben an eine gerechte Welt und den Idealen der Menschlichkeit durchdrungen ist. Beethoven wollte mit seiner Musik die Welt verändern. Die Entwicklung der klassischen Musik hat er entscheidend verändert.

 

 

Prof. Dr. Theodor Schmitt

Musikhistorische Vortagsreihen

an der Hochschule München

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